Tipps & Tricks

Weitere Informationen und Bilder finden Sie auf www.farbwelten.blogspot.com

04.09.2010 - 12:44 Uhr  Sodalösung

Hier habe ich nun noch einmal die Sodalösungen getestet.Da ich mein Enzianblau noch nicht probiert hatte, konnten gleich 2 Sachen erledigt werden.Beide Stoffe sind gleich groß und mit der gleichen Farbstofflösung getränkt. Der linke Stoff bekam zur Fixierung den einen Esslöffel Sodalösung/250ml Farbstofflösung aus dem Farbmusterbuch.Der rechte die empfohlenen Sodamenge, die ich üblicherweise verwende. Also 100ml der schwächeren Sodalösung auf ca. 150ml Salz-/Farblösung.In 'echt' fällt der Unterschied noch mehr auf. Der linke Stoff ist noch etwas rötlicher und trüber. Die 'langsameren' Blaus hatten also keine Möglichkeit ausreichend zu fixieren. Das dürfte auch beim ersten Versuch den Unterschied zwischen den Farbtönen ausgemacht haben. Denn der Stoff fiel ja zu gelblich aus. Da hatte das Kobaltblau das Nachsehen.Ich denke, ich werde bei meiner Fixierung bleiben. Ist doch schade um die Farbe.Ansonsten kommt das Blau sehr gut hin.

03.09.2010 - 22:54 Uhr  Gräser!

So, nun habe ich endlich wieder ein bisschen Luft um den Blog zu füttern.Diese Bilder hat mir Luitgard geschickt. Gerade die Stimmung auf diesem Bild ist super. Als würde man bei Sonnenuntergang in einer Wiese liegen und träumen.Etwas strenger, aber.....Nun taucht auch noch der Graureiher auf und sucht nach versteckten Mahlzeiten! Ich glaube, er muss noch ein wenig tiefer zwischen den Gräsern suchen!!Gedruckt wurde mit Lumiere-Farben.Sie decken sehr gut und haben einen schönen Glanz. Als i-Tüpfelchen auf gefärbten Stoffen...... einfach gut!Vielen Dank, Luitgard, für die Bilder!

25.08.2010 - 13:59 Uhr  Ein Versuch!

Jetzt habe ich mal probiert, ob die Farben aus dem Musterbuch nachzufärben sind.Schwierig, schwierig! Ich habe mir fast einen Wolf gerechnet, da ich ja nur diese eine Farbe und nicht den ganzen Run färben wollte.Ich habe erstmal alle Maße in ml umgerechnet, da ich keinen 4tel Teelöffel habe. (Und 3tel schon gar nicht ;-)Der Ton auf dem Bild, den ich färben wollte, ist recht olivig. Bestehend aus 17,5ml Orange (aus Goldgelb und 'Strongest Red') und wahlweise 5ml Kobaltblau oder 'Mixing Blue'. (Konzentrate: 1 Essl/240ml)In dem Buch ist auch eine andere Sodalösung angegeben. Auch die wollte probieren, da man davon nur 1 Essl. für 240ml Farbflotte braucht.Hier meine Ergebnisse:Links oben: Orange + Kobalt mit der Sodalösung aus dem Buch fixiert.Rechts oben: Die gleiche Mischung aus Orange + Kobalt mit meiner Sodamischung zum Fixieren.Unten: Gleiche Mengenverhältnisse von Orange + Blau, in diesem Fall aber das 'Mixing Blue'!Es kann ja auch nicht egal sein, welche Ausgangsfarben man benutzt. Leider steht bei den Rezepten nicht dabei, welche die Autorin verwendet hat. In diesem Fall war es eindeutig nicht Kobaltblau.Mit Kobalt bekommt man zwar auch oliv Töne, dafür muss aber etwas mehr Kobaltblau verwendet werden.Rein rechnerisch ist in den Rezepten aus dem Buch etwas weniger Soda in den Beuteln drin, aber mit pH-Papier nachgemessen immer noch genug. (pH 9,3)Das werde ich noch einmal überprüfen, was da los ist.Fazit: Es wäre schön, wenn die Autorin dazu geschrieben hätte, welche Farbe nun wirklich benutzt wurde. Und: ml und g wären ein Segen! ;-) Aber man kann nicht alles haben.

19.08.2010 - 13:45 Uhr  "Halbstunden-Tasche"

Manche Containerstoffe sind mir einfach zu wild zum patchen. Ich mag auch nicht irgendwelche Teile aus der Stoffmitte herausschneiden.Angeregt durch Juttas "Ruck-Zuck-Beutel" habe ich nun aus einem halben Meter Stoff (150 cm Breite) diese Einkaufs-, Krimskrams-, "sonstwas-Tasche genäht.Das schöne daran, es braucht nicht eine Naht versäubert werden.Fertige Größe ist: ca. 38 x 35 cm (ohne Henkel ;-)Als erstes über die ganze Breite einen Streifen für die Henkel abtrennen (8 x 150cm). Am Besten mit einem Streifenformer Längsseiten bügeln und dann mittig falten. Streifen 2x abnähen. (2,5 x 150 cm) Zu 2 Henkeln teilen. (2,5 x 75 cm) Das restliche Stück mittig falten (75 x ca. 42/40cm) rechte Seite, falls es eine geben würde innen. Nun die 3 offenen Seiten bis auf eine Wendeöffnung in der Nähe einer Ecke 1cm breit abnähen. Ecken schräg abschneiden und Nähte auseinanderbügeln. Auf rechts wenden und die Taschenhälfte mit Bodennaht als Futter in die andere Hälfte schieben. Ecken gut ineinander passen. Das Teil bügeln und am oberen Rand 2,5 cm nach außen umbügeln.Die Henkel unter den Rand schieben und die untere Kante des Randes knappkantig abnähen.Träger nach oben klappen und den oberen Rand schmal absteppen. Fertig!Könnte vielleicht auch zum Abbau von Stoffresten taugen. Oder auch als Geschenkverpackung gut geeignet. Ich nähe noch ein paar. Vielleicht komme ich ja bald auf 15 min. ;-)

17.08.2010 - 13:14 Uhr  

Die Bluse ist nun fertig genäht. Ich hatte sie vor ein paar Tagen schon mal fotografiert, aber es war zu unscharf geworden. (Vielleicht doch mal ne neue Kamera? Ich quäle mich manchmal heftig.)In der Vergrößerung sieht man die gedruckten Gräser besser. Der gefärbte Stoff ist schon ziemlich unruhig, deshalb habe ich mehr Ton-in-Ton gearbeitet und nur die Ärmel- und unteren Säume bedruckt. Zum Schluss gab es ein bisschen Gold als i-Tüpfelchen.Hier ist es leider nicht so gut zu erkennen, das versuche ich noch einmal. Habe noch eine Tasche dazu in Arbeit. ;-)

 

Rezepte rund um das Färben

Soda

Soda oder Natriumcarbonat kann in zwei verschiedenen Formen kristallisieren:

  • Calziniertes Soda ist Natriumcarbonat ohne Wasser
  • Kristallsoda ist Natriumcarbonat mit 10 angehängten Wassermolekülen (Dekahydrat)


Beide haben die gleichen Eigenschaften, nur ein unterschiedliches Gewicht.

Zum Färben kann man natürlich beide verwenden, was für die Schweizer wichtig ist, denn dort gibt es nur Kristallsoda, in Deutschland fast ausschließlich calziniertes Soda.

In meinem Färbebuch habe ich die Anleitung für calziniertes Soda beschrieben, mit 50g Pulversoda (= 5EL) für 2L Wasser zum Herstellen der Sodalösung, die ich für die Färberezepte verwende.

Hat man nur Kristallsoda zur Hand nimmt man etwa die dreifache Menge, also 150g für 2L Wasser, um die gleiche Lösung zu erhalten. Alle weiteren Mengenangaben in den Rezepten ändern sich nicht.

Vorwasch- und Nachseifmittel

Da ich immer wieder nach Vorwasch- und Nachseifmittel gefragt werde, nun eine kurze Erklärung was für Mittel das genau sind.

Es handelt sich um sogenannte Textilhilfsmittel und sie kommen ursprünglich aus der industriellen Färberei, wie die Procion®MX-Farben ja auch.

Die beiden Mittel sind für die Hobby-Färberei nicht zwingend notwendig, aber hilfreich, wenn man sie verwendet. Es geht natürlich auch ohne. Das habe ich auch lange gemacht, bis die Mittel verfügbar waren. Die Lösungen sind sparsam und bei einem Preis von etwa 3 bis 4 Euro für 250ml verhältnismäßig peiswert.

Das Vorwaschmittel, eigentlich zur Appreturentfernung, benutze ich nie zum Vorwaschen der Stoffe, sondern um die Farbpulver wirklich klumpfrei auf- zulösen, damit ich keine ungewollten Flecken auf die Stoffe bekomme. Denn manche Farbpulver sind mit einem etwas öligen Bindemittel versetzt, damit sie nicht so stauben, diese erschweren aber auch das Auflösen in Wasser.

Das Nachseifmittel verwende ich im ersten heißen Spülbad spritzerweise und füge unbedingt etwas Wasserenthärter hinzu. Die Stoffe lasse ich in dieser Lösung ganz einfach eine viertel bis halbe Stunde stehen. Das löst die Farbstoffreste von den Fasern und verhindert deren Wiederanlagerung, und ich vermeide viele, viele Spülgänge vor der Maschinenwäsche. Das spart wertvolles Trinkwasser und man kann ganz sicher sein, dass die Stoffe nicht mehr ausbluten.

Weitere genaue Produktbeschreibungen findet man unter www.patchworkshop.de unter der Rubrik "Färbetipps". In dem Shop können die Mittel auch bestellt werden.

Ein Rezept - 8 verschiedene Farben

Vielleicht ist dies für den einen oder anderen auch mal eine Idee, zu probieren wie Farben sich beim Mischen verhalten.

Das Grundrezept lautet:

  • 40 ml Gelb
  • 5 ml Rot
  • 10 ml Blau


für einen Fatquarter.

Da mir 2 Gelbtöne, 2 Rottöne und 2 Blautöne zur Verfügung stehen, ergeben sich 8 Kombinationen für das obige Rezept. Und eine Palette wunderschöner Herbsttöne, von Oliv bis Rotbraun entsteht, es ist alles dabei!